(th) Die Kommunalwahl findet am 13. September 2026 in Niedersachsen statt. Sie stellt eine für Wählerinnen und Wähler wichtige Möglichkeit dar, aktiv Demokratie zu leben und Entscheidungen vor Ort mitzugestalten.
Aufgaben
Eine Bürgermeisterin bzw. ein Bürgermeister hat mehrere Aufgaben. Die Kernaufgabe ist die Leitung der Verwaltung der Stadt. Sie oder er besitzt (wie jedes Ratsmitglied) eine Stimme im Rat der Stadt Meppen. Sie/ er ist das „Gesicht der Stadt“, da sie/ er unser schönes Meppen nach außen repräsentiert.
DER MEPPENER fragt
Im Folgenden finden Sie fünf Fragen an die zur diesjährigen Wahl stehende Bewerberin und die Bewerber sowie deren Antworten.
(DM) Was verbindet Sie ganz persönlich mit Meppen und was macht unsere Stadt für Sie besonders?
(S. Kraujuttis, CDU) Vor 14 Jahren habe ich hier meine Heimat gefunden, in dieser tollen Stadt am Wasser mit ihrer hohen Lebensqualität. Was ich besonders an Meppen schätze, sind die Menschen: lebensfroh, bodenständig, hilfsbereit und engagiert.
(T. Munsch, SPD) Meppen ist meine Heimat. Hier engagiere ich mich seit Jahrzehnten ehrenamtlich. Die Menschen und das starke Miteinander machen Meppen besonders. Genau dieses Wir-Gefühl möchte ich bewahren und weiterentwickeln.
(D. Skupin, parteilos) Die Menschen! Sie beschreiben sich selbst gerne als stur. Ich empfinde sie als herrlich normal, sehr gesellig, angenehm kantig und erfrischend unbeugsam. Mir liegt dieser Menschenschlag sehr. Mit diesen Menschen bekommt man alles geregelt. Ich komme bestens mit ihnen klar.
(F. Hofkamp, AfD) Als gebürtiger Meppener schlägt mein Herz für diese Stadt. Es ist die Mischung aus Bodenständigkeit, dem Zusammenhalt in unseren Vereinen und dem SVM. Hier bin ich Trainer, Schütze und Nachbar – das macht Meppen für mich zur Heimat.
(DM) Kultur, Kunst, Sport, Ehrenamt und vor allem die Menschen sind wichtige Grundpfeiler unserer Stadt, die sie so lebenswert machen. Wie planen Sie diese in den kommenden Jahren konkret zu stärken und wertzuschätzen?
(S. Kraujuttis, CDU) Das Engagement der Menschen in der Stadt und den Ortsteilen zeigt, was Meppen ausmacht. Das will ich fördern durch eine starke Servicestelle in der Verwaltung, bei der die Fäden rund um das Ehrenamt zusammenlaufen.
(T. Munsch, SPD) Vereine und Ehrenamt sind das Herz unserer Stadt. Ich möchte den direkten Austausch pflegen, bürokratische Hürden abbauen und Engagement sichtbarer machen. Die Ehrenamtlichen sollen spüren, dass die Stadt hinter ihnen steht.
(D. Skupin, parteilos) Diese Themen haben eine sehr große Bedeutung für das Lebensgefühl, die Lebensqualität, die Verbundenheit der Menschen und die „Wärme“ einer Gesellschaft. Die Parteien haben die Stadt finanziell vor die Wand gefahren. Finanzielle Spielräume für Fördermaßnahmen gibt es kaum. Es gilt also, gemeinsam kreativ neue Möglichkeiten zu finden.
(F. Hofkamp, AfD) Vereine sind unser Rückgrat. Ich will den „Meppener Weg“: Betreuungsgelder direkt in die Sportarbeit leiten statt in Bürokratie. Das stärkt die Jugend, den Sport und würdigt das Ehrenamt durch echte Verantwortung und Mitwirkung.
(DM) Eine Stadt muss wirtschaftlich in die Zukunft blicken und gute Voraussetzungen für ansässige und neu hinzukommende Firmen schaffen. Wie sehen Ihre Ideen für die kommenden Jahre aus, um dies zu gewährleisten?
(S. Kraujuttis, CDU) Eine starke Wirtschaft ist Grundlage für die Leistungsfähigkeit einer Stadt. Ich will im Austausch mit den Unternehmen deutlich machen, dass wir alle an einem Strang ziehen. Die erfolgreiche Wirtschaftsförderung der Stadt soll dazu noch pragmatischer und unbürokratischer werden.
(T. Munsch, SPD) Wir brauchen schnelle Entscheidungen der Verwaltung und attraktive Gewerbeflächen mit Augenmaß. Mein Ziel sind Unternehmen, die langfristig sichere Arbeitsplätze schaffen und unsere Stadt wirtschaftlich stärken – ohne den Aspekt der Nachhaltigkeit aus den Augen zu verlieren.
(D. Skupin, parteilos) Die Verbesserung aller Standortfaktoren, angefangen bei den harten Standortfaktoren, und das geografisch übergreifend mit entsprechender Planungssicherheit. Als Wirtschaftler brenne ich leidenschaftlich dafür.
(F. Hofkamp, AfD) Neue Einnahmen statt Steuererhöhungen: Ein KI-Rechenzentrum bringt bis zu 30 Mio. € Gewerbesteuer jährlich und nutzt unsere starke Strom-Infrastruktur. So sichern wir den Wohlstand und schaffen hochmoderne Arbeitsplätze direkt vor Ort.
(DM) Digitalisierung der Verwaltung, Klimaschutz vor Ort oder bezahlbarer Wohnraum, der Haushalt der Stadt Meppen – diese und viele andere sind anzugehende Zukunftsthemen. Welches Thema liegt Ihnen besonders am Herzen und wie sieht Ihr Lösungsansatz dazu aus?
(S. Kraujuttis, CDU) Die Themen hängen alle zusammen und müssen parallel angegangen werden. Ein handlungsfähiger Haushalt ist zum Beispiel die Voraussetzung für fast alles andere. Gleichwohl liegt mir bezahlbarer Wohnraum als Grundlage für Fachkräfte, Familien und eine lebendige Innenstadt besonders am Herzen. Da gilt es kommunale Flächen aktiv zu nutzen und auch die Nachverdichtung wird eine Rolle spielen.
(T. Munsch, SPD) Bezahlbares Wohnen ist für mich eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben. Die Menschen müssen sich das Leben in Meppen leisten können. Gleichzeitig möchte ich die Digitalisierung der Verwaltung weiter voranbringen, damit sie bürgernah und effizient arbeitet.
(D. Skupin, parteilos) Dreh- und Angelpunkt aller Pläne, Absichten und Vorhaben in allen Bereichen ist deren finanzielle Umsetzbarkeit: Ohne Moos nix los! Die Meppener Haushaltslage ist desolat. Vgl.: freier-buergermeister.de. Zur Konsolidierung des Haushaltes muss zunächst alles auf den Tisch. Dann wird Tacheles geredet!
(F. Hofkamp, AfD) Finanzielle Freiheit durch Innovation: Die Abwärme des KI-Zentrums senkt Heizkosten für Schulen und das neue Emsbad. Digitalisierung muss den Bürgerservice spürbar verbessern, nicht die Bürokratie erhöhen. Pragmatismus statt Ideologie.
(DM) Wenn Sie nach Ihrer möglichen ersten Amtszeit auf diese zurückblicken könnten, woran werden die Bürgerinnen und Bürger besonders Ihre Amtsperiode erkennen können?
(S. Kraujuttis, CDU) Ich möchte, dass die Bürgerinnen und Bürger am Ende sagen: Sie hat Meppen gut getan. Sie hat zugehört, Entscheidungen getroffen und die Stadt gemeinsam mit uns weiterentwickelt. Erfolg bedeutet für mich nicht, dass alles perfekt ist, sondern dass Meppen Schritt für Schritt stärker, moderner und lebenswerter geworden ist.
(T. Munsch, SPD) An einer Stadt, die noch enger zusammengewachsen ist: mit einer offenen Verwaltung, starken Vereinen, mehr bezahlbarem Wohnraum und einer Politik, die überparteilich zuhört, Verantwortung übernimmt und Entscheidungen transparent trifft.
(D. Skupin, parteilos) Wir haben wieder ein normales, schönes Leben, das wir unbeschwert genießen können!
(F. Hofkamp, AfD) An einem Meppen, das finanziell unabhängig ist, Traditionen wie den SVM pflegt und technologisch vorne liegt. Bürger werden meine Zeit an Transparenz, Respekt auf Augenhöhe und echtem Fortschritt durch Machen messen.