Behördenhandeln im Moor

Die Rolle der öffentlichen Verwaltung im Emslandplan

(eb) Zahlreiche Bundes-, Landes- und Kreisstellen sowie kommunale Träger und Fachverbände koordinierten die Erschließung des Emslands. Ihre Kernaufgaben umfassten Kartierung, Wasser- und Bodenwirtschaft, Moorkultivierung und Bodenverbesserung, agrarische Beratung, Aufforstung sowie Siedlungsbau und kommunale Infrastruktur. Die Emsland GmbH bündelte Bundes-, Landes- und kommunale Mittel, prüfte Förderanträge, entschied über Zuschüsse oder Darlehen und setzte Prioritäten bei den Maßnahmen. Staatliche Fachbehörden lieferten die technischen Grundlagen, bewerteten Anträge und führten Fachmaßnahmen durch. Siedlungs- und Baugesellschaften realisierten Dörfer und Höfe, während Wasser- und Bodenverbände die wasserwirtschaftlichen Projekte rechtlich und organisatorisch trugen. Die privatrechtliche, öffentlich kontrollierte GmbH-Form beschleunigte Entscheidungsprozesse und sorgte gemeinsam mit fachlicher Expertise sowie operativer Finanz- und Steuerungsmacht für den schnellen, großmaßstäblichen Erfolg der Erschließung – auch wenn diese Struktur gelegentlich zu Spannungen mit hoheitlichen Behörden führte.

Dieser Vortrag von Dr. Thomas Brakmann (Niedersächsisches Landesarchiv Abteilung Osnabrück) ist eine Veranstaltung der Emsländischen Landschaft e.V. im Rahmen des Jubiläums „75 Jahre Emslandplan“.

Termin:
Di., 17. März 2026, um 18.30 Uhr

Ort:
Stadtmuseum Meppen

Gebühr:
frei

Anmeldung:
Bitte melden Sie sich für diese Veranstaltungen und Angebote unter Telefon 05931 153 278 oder per E-Mail an

info@stadtmuseum-meppen.de

verbindlich an.

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