(th) Das CampusCafé am Marianum lädt zum Lesen, Essen und Begegnen ein – möglich gemacht durch viel Engagement und die Unterstützung des Fördervereins und der Sparkasse Emsland.
Manchmal braucht es gar nicht viel, damit aus einem Stück Schulhof ein Lieblingsplatz wird: gute Sitzgelegenheiten, ein wenig Grün – und Raum für das, was im Schulalltag oft zu kurz kommt. Am Gymnasium Marianum ist am 24. September das neue CampusCafé eröffnet worden. Unter dem Motto „read.eat.meet“ können Schülerinnen und Schüler hier lernen, entspannen, gemeinsam essen und miteinander ins Gespräch kommen.
Der neu gestaltete Bereich ersetzt keine Unterrichtsstunde und löst auch nicht jede Pausenfrage. Aber er schafft etwas, das zuvor fehlte: einen Ort zum Verweilen. Wetterfeste Café- und Loungemöbel, Sonnenschirme, Pflanzinseln und die technische Infrastruktur machen den bislang wenig genutzten Teil des Schulhofes zu einem offenen Aufenthaltsbereich für die ganze Schulgemeinschaft.
Dass aus der Idee ein konkreter Treffpunkt wurde, ist Gemeinschaftsarbeit. Die Initiative kam von Schülervertretung, Schulleitung und Ehemaligen- und Förderverein. Einen wichtigen Anteil an der Planung und Gestaltung hatte Anja Höhnel, Marianums-Abiturientin des Jahrgangs 2003 und Innenarchitektin bei Schmees Ladenbau in Lathen. Ihre ersten Entwürfe begeisterten die Schülerinnen und Schüler offenbar sofort. Eine Schülerin aus Jahrgang 12 brachte es auf den Punkt: „Warum sind wir nur noch ein Jahr hier?“
Auch finanziell war viel Einsatz gefragt. Für das CampusCafé wurden insgesamt 31.535 Euro aufgebracht. Der Ehemaligen- und Förderverein steuerte rund 20.461 Euro bei – ein starkes Zeichen dafür, wie ehemalige Schülerinnen und Schüler ihre Schule weiterhin unterstützen. Die Sparkasse Emsland beteiligte sich mit insgesamt 2.839 Euro; Teile der Spenden wurden verdoppelt.
Den Anstoß gab die WirWunder-Aktion der Sparkasse im Advent 2025. In nur 16 Tagen spendeten 181 Menschen zusammen 8.235 Euro. Schülerinnen und Schüler des heutigen Jahrgangs 11 halfen mit, entwickelten den Namen und machten die Aktion über Instagram bekannt.
So steckt in diesem neuen Platz mehr als Mobiliar und Bepflanzung: gemeinsames Anpacken, Verbundenheit mit der Schule – und ein Stück mehr Raum für den Alltag der Jugendlichen. Für Aufbau und Pflege gilt der Dank auch Hausmeister Michael Wolken und Gärtner Wolfgang Pekrul. Ein Café für die Schulgemeinschaft, getragen von der Schulgemeinschaft – und von vielen Menschen, die an die Idee geglaubt haben.