(sd) Beckenbodentraining, Inkontinenzprodukte oder Beckenbodenstuhl: Welche Lösung passt zum eigenen Alltag?
Ein Bummel über den Meppener Marktplatz oder ein Spaziergang an der Ems: Wer von Inkontinenz betroffen ist, denkt dabei womöglich zuerst an die nächste Toilette oder geht gar nicht erst los. Wer das ändern möchte, hat verschiedene Möglichkeiten.
Option 1: Klassisches Beckenbodentraining
Kurse bei Vereinen oder Volkshochschulen können helfen, die Muskulatur zu stärken. Der Haken ist oft der Zeitaufwand: Die Termine richten sich nicht nach dem eigenen Leben. Was für andere gut passt, liegt vielleicht mitten in der Arbeitszeit. Dazu kommen Anfahrt und regelmäßige Übungen zu Hause. Und nicht jeder möchte sich mit einem so persönlichen Thema in einer Gruppe zeigen. Individuelle Physiotherapie kann hier eine Alternative sein, erfordert aber ebenfalls Zeit.
Option 2: Inkontinenzprodukte
Einlagen und spezielle Unterwäsche bieten sofortigen Schutz. Angenehm sind sie nicht für jeden – und alles andere als „sexy“. Vor allem müssen sie immer wieder gekauft werden. So entsteht ein Kostenblock, der über Jahre erheblich werden kann. An den Ursachen ändern diese Produkte nichts. Für viele Betroffene bleiben sie dennoch eine wichtige Hilfe im Alltag.
Option 3: Training auf dem Beckenbodenstuhl
Im Beckenboden-Zentrum Emsland in Meppen bietet Silvia Deymann eine weitere Möglichkeit an: Auf einem speziellen Stuhl lösen elektromagnetische Impulse Muskelkontraktionen aus. Die Sitzung dauert etwa 30 Minuten, man bleibt vollständig bekleidet und muss währenddessen keine Übungen ausführen. Termine lassen sich individuell vereinbaren. Auch hier sind mehrere Sitzungen nötig. Aber einfacher und bequemer geht es de facto nicht.
Was ist die richtige Entscheidung?
Kurse können wirksam sein, verlangen aber Zeit, feste Planung und machen ihr Problem öffentlich. Produkte schützen, ohne die Ursache zu behandeln. Der Beckenbodenstuhl bietet eine diskrete, zeitsparende Trainingsmöglichkeit, die im Herzen von Meppen zur Verfügung steht.
„In unserer kostenlosen Beckenboden-Sprechstunde schauen wir gemeinsam, ob diese Methode infrage kommt“, erklärt Silvia Deymann vom Beckenboden-Zentrum Emsland.
Wer beim nächsten Stadtbummel in Meppen lieber die Weihnachtsdeko als die nächste Toilette im Blick haben möchte, kann sich unverbindlich beraten lassen.