(as) ETFs sind in aller Munde. Wenn man Artikel in Zeitungen zum Thema Sparen und Altersvorsorge liest, kommt man an diesem Begriff nicht vorbei. Sie werden von allen Experten und Verbraucherschützern zur Vermögensbildung empfohlen. Aber was sind eigentlich ETFs? Die drei Buchstaben stehen für Exchange Traded Fund. Es handelt sich dabei um einen börsengehandelten Fonds, der eine Vielzahl von Vermögenswerten wie Aktien, Rohstoffen oder Anleihen bündelt. In der Regel sind ETFs passiv gemanagt. Das heißt, es bestimmen nicht teure Fondsmanager, in welche Werte investiert werden soll, sondern es wird ein bestimmter Index wie z.B. der DAX oder der amerikanische S&P 500 abgebildet. Wie in einem klassischen Fonds kann man auch hier mit sehr wenig Geld bereits in ETFs und damit in sehr viele Unternehmen gleichzeitig investieren und an deren Wertentwicklungen teilhaben.
ETFs orientieren sich also nicht direkt an Nachrichten und möglichen Entwicklungen am Kapitalmarkt, sondern sie kaufen das, was im zugrundeliegenden Index enthalten ist.
Vereinfacht formuliert: Wenn ein Unternehmen aus dem DAX fliegt, rückt ein anderes nach. Der ETF passt sein Investment entsprechend an.
Verschiedene Untersuchungen haben sich in den vergangenen Jahren mit der Frage beschäftigt, ob man besser in ETFs oder doch lieber in aktiv gemanagte Fonds investieren sollte. Das Ergebnis ist fast immer das gleiche. Es gibt aktiv gemanagte Fonds, die auch mal ETFs schlagen. Berücksichtigt man jedoch die enthaltenen Kosten, haben die ETFs in den meisten Fällen die Nase vorn.
Wie investiere ich in einen ETF und was hat das mit meiner Altersvorsorge zu tun?
Vorab sollte man sich überlegen, welche Anlageziele man verfolgt, welches Risiko man bereit ist einzugehen und welche Anlagedauer man in Betracht zieht.
Eine mögliche Variante wäre dann, ein Wertpapierdepot zu eröffnen. Das geht bei der Bank vor Ort, aber es gibt auch diverse Onlinebroker, wie Trade Republic, Flatex, Smartbroker, OnVista oder eToro, um nur einige zu nennen. Vorteil der Onlinebroker ist die kostengünstige Verwaltung. Eine Beratung gibt es hier keine. Wenn man ETFs veräußert und dabei Gewinne erzielt, fällt die Abgeltungssteuer, der Soli und evtl. Kirchensteuer an. Das bedeutet auch, dass man bei jeder Veräußerung Teile seines Gewinns direkt wieder abgeben muss und dieser Teil dann nicht zur Wiederanlage zur Verfügung steht.
Die zweite Variante, in ETFs zu investieren ist die über einen Versicherungsmantel in einer fondsgebundenen Rentenversicherung. Die Kosten sind hierbei höher als bei der direkten Investition in ETFs beim Onlinebroker. Dafür muss man Zwischengewinne bei zwischenzeitlichen Umschichtungen nicht versteuern. Das heißt, man genießt auch auf die Zwischengewinne den Zinseszinseffekt durch die Wiederanlage. Gerade bei Laufzeiten jenseits der 20 Jahre ist es äußerst unwahrscheinlich, dass man immer in denselben ETF investieren möchte. Wenn man zudem länger als 12 Jahre investiert und bei der Auszahlung älter als 62 Jahre ist, muss man nur die Hälfte der Erträge mit dem dann gültigen persönlichen Steuersatz versteuern. Wenn man die Auszahlung in die Zeit mit Rentenbezug legt, in der der persönliche Steuersatz vermutlich erheblich niedriger als während der Erwerbstätigkeit ist, wirkt sich das entsprechend positiv aus. Man hat am Ende der Laufzeit das Wahlrecht zwischen einer einmaligen Kapitalauszahlung oder einer lebenslangen Rente. Für Menschen mit höherem Steuersatz könnte die Anlage in ETFs auch in der sogenannten Basis-Schicht interessant sein.
Unsere Empfehlung
Die Rentenreform wird die Notwendigkeit privater Vorsorge noch verstärken. Wenn man seine Altersvorsorge oder seinen Vermögensaufbau steueroptimiert aufstellen möchte, lasst euch dazu beraten. Wir haben ETFs aller namhaften Anbieter aus der ganzen Welt im Angebot. Da wird auch einer für euch dabei sein.
Ihr/Euer Andreas Schütte
(AXA & DBV Versicherungen – 2 mal in Meppen!)
www.axa-betreuer.de/andreas_schuette