(eb) Kälte ist seit jeher ein bewährtes Mittel zur Linderung von Schmerzen. Im medizinischen Kontext entfaltet sie jedoch eine noch deutlich stärkere Wirkung – insbesondere als Ganzkörper-Kältetherapie (GKKT). Im Vitalus Gesundheitszentrum in Meppen steht dafür eine moderne elektrische Kältekammer zur Verfügung, die mit konstanten Temperaturen von bis zu –85 Grad Celsius arbeitet.
Was zunächst extrem klingt, entpuppt sich für viele Patientinnen und Patienten als gut verträgliche und effektive Therapieform. Denn im Gegensatz zu Eis- oder Wasseranwendungen handelt es sich um trockene Kaltluft, der der Körper nur für kurze Zeit ausgesetzt ist. Die Anwendung dauert je nach gesundheitlichem Befund zwischen zweieinhalb und fünf Minuten und wird im Vorfeld individuell festgelegt.
Individuell begleitet und sicher angewendet
Vor der ersten Nutzung erfolgt im Vitalus eine ausführliche Anamnese durch geschultes Fachpersonal. Dabei werden der aktuelle Gesundheitszustand sowie mögliche Ausschlusskriterien berücksichtigt, um einen sicheren und wirksamen Therapieablauf zu gewährleisten. Die Anwendung selbst erfolgt in Badekleidung oder Unterwäsche, ergänzt durch Schutzbekleidung für Ohren, Hände, Füße und Atemwege.
„Viele unserer Patientinnen und Patienten kommen mit großem Respekt vor der Kälte zu uns“, berichtet Verena Bahns, Leitung der Praxis für Physiotherapie im Vitalus Gesundheitszentrum. „Nach der ersten Anwendung hören wir jedoch häufig, wie überrascht sie sind, wie gut sich die trockene Kälte anfühlt – und wie schnell sich eine spürbare Erleichterung oder ein positives Körpergefühl einstellt.“
Während des Aufenthalts in der Kältekammer sorgen Musik und visuelle Eindrücke für Ablenkung. Auf Wunsch können auch ruhige, angeleitete Bewegungen durchgeführt werden, wodurch die kurze Zeit in der Kälte für viele angenehm und gut kontrollierbar bleibt.
Breites Einsatzspektrum in Therapie und Prävention
Die Ganzkörper-Kältetherapie wird insbesondere bei akuten und chronischen Schmerzerkrankungen eingesetzt. Positive Effekte zeigen sich unter anderem bei rheumatischen Erkrankungen wie Fibromyalgie oder Polyarthritis, bei Arthrosen, Muskelverspannungen und Regulationsstörungen der Muskulatur. Auch Hauterkrankungen wie Psoriasis oder Neurodermitis, Migräne, Tinnitus, Schlafstörungen sowie depressive Verstimmungen können durch die Anwendung positiv beeinflusst werden.
Darüber hinaus wird die GKKT erfolgreich zur Regeneration nach Operationen oder Sportverletzungen eingesetzt, da sie entzündungshemmend wirkt, Schwellungen reduziert und das Schmerzempfinden herabsetzt. Ein weiterer Effekt ist die Ausschüttung körpereigener Endorphine und anderer Botenstoffe, die häufig zu einem gesteigerten Wohlbefinden und einem spürbaren Energiekick direkt nach der Anwendung führt.
Ambulant, wohnortnah und ganzheitlich eingebettet
Was früher vor allem spezialisierten Reha-Kliniken vorbehalten war, ist im Vitalus heute ambulant, wohnortnah und professionell begleitet möglich. Die Kältekammer ist dabei in ein ganzheitliches Gesundheitskonzept eingebunden und kann sinnvoll mit Physiotherapie, medizinischer Trainingstherapie oder weiteren Angeboten kombiniert werden.
Neben dem therapeutischen Einsatz nutzen auch gesundheitsbewusste Menschen die Ganzkörper-Kältetherapie zur Vitalisierung, Regeneration und Stärkung des allgemeinen Wohlbefindens. Vor Beginn der Anwendung wird empfohlen, Rücksprache mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt zu halten, da es bestimmte medizinische Kontraindikationen gibt. Weitere Informationen und Terminvereinbarungen sind direkt im Vitalus Gesundheitszentrum möglich oder online unter www.vitalus.info/kältekammer.html.