Neujahrsempfang

Der Meppener Kunstkreis ist in das neue Jahr gestartet

(th) Der Meppener Kunstkreis hat mit seinem traditionellen Neujahrsempfang am Kunstzentrum Koppelschleuse das kulturelle Jahr 2026 eröffnet – und einmal mehr gezeigt, wie lebendig, offen und einladend das kulturelle Herz der Stadt schlägt. In angenehmer Atmosphäre kamen Mitglieder, Gäste sowie zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Kultur und Förderwesen zusammen, um gemeinsam zurückzublicken, Danke zu sagen und Lust auf das neue Kunstjahr zu machen.

Die 1. Vorsitzende des Meppener Kunstkreises, Ulla Kleinlosen, begrüßte im Namen des gesamten Vorstandes die anwesenden Mitglieder – darunter auch viele neue – sowie Landrat Marc-André Burgdorf, den stellvertretenden Landrat Dr. Hubert Kruse, Bürgermeister Helmut Knurbein, den Ersten Stadtrat Matthias Funke, den Ratsvorsitzenden Hermann Sievers, die Kulturmanagerin der Stadt Meppen Katja Lampe und die Landtagsabgeordneten Lara Evers (CDU), Nicolas Mülbrecht Breer (Bündnis 90/Die Grünen) und Andrea Kötter (SPD). Ebenfalls willkommen geheißen wurden Freunde, Förderer und Unterstützer des Kunstkreises, darunter Oliver Rosen von der Sparkassen-Stiftung, sowie die Vertreter der lokalen Presse: Tom Hagermann (Stadtmagazin DER MEPPENER) und Anna Sollbach (Emsblick).

In ihrer Rede zog Ulla Kleinlosen eine eindrucksvolle Bilanz des Jahres 2025, das nach schwierigen Vorjahren wieder deutlich an Fahrt aufgenommen habe. Zahlreiche Ausstellungen, Kurse und Veranstaltungen belegten die inhaltliche Breite des Programms: von „Savage Beauty“ von Sandra Pulina über Yvonne Zoberbiers Filzplastiken „Angesicht“, Lichtobjekte im Rakubrand von Franz Krull und Nadine Breulmann, freie bildhauerische Angebote mit Christa Baumgärtel, die Ausstellung „Warrior of Mother Earth“ von Maike Denker, die Sommerakademie der Bildhauer unter dem Titel „Und ewig lockt der Stein“ mit Thorsten Sieber, die Ausstellung „Gnievyshev–Krashevka–Probst“, den 33. Emsländischen Töpfermarkt bis hin zu Keramikseminaren mit Kiho Kang und der aktuellen Ausstellung „Angekommen“ von Roswitha Lammersdorf.

Ein besonderer Dank galt den vielen Ehrenamtlichen, die Ausstellungen, Workshops und Märkte organisiert und begleitet haben, namentlich Franz Krull, Marita Stoschek, Mecky Mattern und Thorsten Sieber. Freude herrschte auch über das neu gebildete Artothek-Team mit Martina, Anette und Jürgen, das künftig wieder ermöglichen will, Kunstwerke für kleines Geld auszuleihen und mit nach Hause zu nehmen.

Die 1. Vorsitzende sprach den Bürgermeister persönlich an: „Helmut, wir haben etwas gemeinsam: Es ist heute das letzte Mal, dass wir eine Rede vor diesem Forum halten dürfen.“ Ulla Kleinlosen wird in diesem Jahr nicht erneut für den Vorsitz des Kunstkreiseses zur Verfügung stehen. Mit dieser Nachricht brachte sie tatsächlich den Redefluss des Bürgermeisters auf lustige Weise ins Stocken. In den anschließenden Grußworten hob Bürgermeister Knurbein hervor, dass die Stadt Meppen in den vergangenen Jahren bewusst in die umfangreiche Sanierung des Kunstzentrums Koppelschleuse investiert habe. Landrat Marc-André Burgdorf betonte die Freiheit von Kunst und Kultur als unverzichtbaren Bestandteil einer funktionierenden Demokratie. Burkhard Sievers, Geschäftsführer des Kulturnetzwerks Koppelschleuse, erinnerte daran, dass Kultur kein Luxus, sondern das Fundament der Gesellschaft sei.

Bei heißer Suppe, Punsch, Neujahrskuchen und Gesprächen am Lagerfeuer klang der Empfang aus. Der Ausblick machte neugierig: Bereits am 30. Januar 2026 um 19 Uhr eröffnet die nächste Ausstellung von Rüdiger Barhahn. Der Meppener Kunstkreis lädt ein, nicht nur zu schauen, sondern mitzumachen.

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