Mitten im Schaffen

Normalität, Sinn und neue Perspektiven

(th) Beim Eintritt in die Räume des Portum in Meppen-Bokeloh herrscht reger Betrieb: Ralf montiert gerade mit anderen an einem der Werktische Schaltersteckerbretter. Hier sitzt jeder Handgriff. Ralf ist gelernter Elektriker. Die Fertigung der Bretter erfolgt nach genauen Vorgaben eines namhaften Unternehmens aus dem Emsland. An einer anderen Werkbank entstehen Deko-Artikel aus Raysin, geschliffene Kerzenständer und Unikate für die „Krämerei“ in unserer Innenstadt.

Identität stiftender Arbeitgeber

Hier im Portum riecht es nach Holz, das rhythmische Klicken von Crimpzangen ist zu vernehmen – jeder spürt sofort: Hier wird gearbeitet. Das Portum bietet Menschen, die durch einen Unfall oder eine schwere Krankheit aus der Bahn geworfen wurden, einen professionellen Arbeitsplatz mit Stolz. Die Aufgabenfelder sind vielfältig: anspruchsvolle Industriemontage, handwerkliche Verpackung, kreatives Gestalten und viele andere Tätigkeiten. Das Produkt und die Leistung stehen im Portum im Mittelpunkt – nicht die Einschränkung.

Nicht Patient, sondern Kollege

Ein Schlaganfall, ein Schädel-Hirn-Trauma oder eine neurologische Diagnose stellt für Betroffene oft einen Bruch im Leben dar: Monate in Klinik- oder Rehaeinrichtungen, danach häufig lähmende Stille in den eigenen vier Wänden. Die Ausübung des bisherigen Berufs ist nicht mehr im alten Umfang möglich. Der Tag verliert seine Struktur.

Hier bietet das Portum die Lösung: Es bietet Menschen Arbeit! Hier ist jede und jeder ein Mitarbeiter in einem festen Team! Mit Kolleginnen und Kollegen bei der Arbeit zusammenkommen, gemeinsam einen Kaffee trinken und in der täglich stattfindenden Zeitungsrunde gemeinsam mit den anderen über das Weltgeschehen und anderes sinnieren – das ist der Arbeitsalltag und stiftet Sinn. Hier braucht niemand seine Narbe oder seine motorische Hürde erklären – das Verständnis besteht unter Gleichgesinnten wortlos. Selbstbewusst wissen die Arbeiterinnen und Arbeiter, dass sie gebraucht werden. Sie schaffen mit ihren eigenen Händen Dinge, die auf dem Markt gefragt sind.

Ein Stück Freiheit

Das Leben der im Portum Beschäftigten verändert sich hin zu Normalität. Gleichzeitig ist es oft eine Entlastung für Angehörige, denn schnell kommen Eltern oder Ehepartner an ihre Belastungsgrenzen, wenn ein Partner rund um die Uhr daheim ist. Ein strukturierter Arbeitsplatz im Portum bringt beiden Seiten ein Stück Autonomie: die Beschäftigten verbringen ihren Arbeitstag im Portum, die Angehörigen gewinnen Freiraum für den eigenen Beruf oder das eigene Leben zurück. Am Nachmittag oder Abend begegnet man sich wieder auf Augenhöhe mit den Geschichten des Tages.

Das Arbeitsangebot im Portum passt sich dem Menschen an. Hier können alle ihr Know-how einbringen oder neue Facetten kennenlernen. Gestaltungsspielraum und Routine greifen Hand in Hand!

Weg zu uns

Der einfachste Schritt: Lernen Sie das Portum kennen!

Bei einer unverbindlichen Besichtigung vor Ort kann die Werkstätte in Ruhe angesehen und die Atmosphäre erlebt werden. Kommen Sie mit dem Portum-Team ins Gespräch. Das Team unterstützt anschließend ganz praktisch bei allen Schritten rund um Anträge und Kostenträger (wie Berufsgenossenschaft oder Deutsche Rentenversicherung).

Portum (Vitus)
Telefon: 0 59 31 / 49 39 570
E-Mail: portum@vitus.info

w_portum0.jpg
w_portum2.jpg
w_portum3.jpg
w_portum1.jpg