(eb) Drei ereignisreiche Tage voller Kreativität, Gemeinschaft und spannender Erlebnisse liegen hinter den Teilnehmenden der Kinderspielstadt JAM-City. Insgesamt 115 Kinder und 33 Betreuerinnen und Betreuer verwandelten die Sporthalle der Paul-Gerhardt-Schule in eine lebendige Stadt, in der die Kinder selbst das Sagen hatten. Ob in der Kreativwerkstatt, am Kiosk, im Tattooshop, in der Wellnessoase, in der Macherbude oder im Café – die jungen Bürgerinnen und Bürger konnten aus zahlreichen unterschiedlichen Arbeitsbereichen wählen, ihre Fähigkeiten entdecken und ihren Arbeitsalltag selbst gestalten. Für ihre Tätigkeiten verdienten sie die stadteigene Währung JAM, die sie anschließend nach ihren eigenen Vorstellungen ausgeben konnten. So lernten sie spielerisch den Umgang mit Geld und erlebten, wie vielfältig das Leben in einer Stadt ist.
Auch demokratische Mitbestimmung wurde bei JAM-City großgeschrieben: Die Kinder wählten ihren eigenen Bürgermeister und bildeten gemeinsam mit dem Stadtrat die politische Spitze der Stadt. Zusammen diskutierten sie wichtige Anliegen und trafen Entscheidungen, die das Zusammenleben in JAM-City beeinflussten. Dabei konnten sie erfahren, wie Demokratie funktioniert und warum es wichtig ist, unterschiedliche Interessen zu berücksichtigen.
Einen besonderen Besuch erhielt die Kinderspielstadt von Meppens Bürgermeister Helmut Knurbein. Er schaute in JAM-City vorbei und begleitete eine Sitzung des Kinderstadtrates. Dabei bekam er einen Einblick, mit welchen Themen sich die jungen Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter beschäftigten und wie sie gemeinsam Entscheidungen für ihre Stadt trafen. Für Spannung sorgte außerdem ein inszenierter Banküberfall, der die Stadt über mehrere Tage beschäftigte. Mit viel Spürsinn wurde der Fall aufgeklärt. Die Ermittlungen hatten auch für einige Betreuerinnen und Betreuer Konsequenzen: Beim großen Stadtfest am Donnerstagabend mussten die entsprechenden Beteiligten ihr Können beim Vorsingen und Vortanzen unter Beweis stellen – sehr zur Unterhaltung der übrigen Stadtbevölkerung.
Organisiert wurde die Kinderspielstadt von der Jugendpflege der Stadt Meppen (JAM) in Kooperation mit der Marienhaus-Fachschule für Sozialwesen, Meppen. Nach drei abwechslungsreichen Tagen blickt JAM-City auf eine gelungene Veranstaltung zurück, die den Kindern nicht nur viel Spaß bereitete, sondern auch Gemeinschaft, Selbstständigkeit und demokratisches Handeln erlebbar machte.