(sd) Ist es die Scham? Der Gedanke, darüber mit einer fremden Person zu sprechen? Oder die Unsicherheit, was bei einer Behandlung überhaupt passiert? Was hält Sie eigentlich noch ab? Als jemand, der oder die von Inkontinenz betroffen ist, wissen Sie ziemlich genau, dass etwas nicht stimmt. Sie merken es im Alltag. Vielleicht schon seit Monaten. Vielleicht sogar seit Jahren. Und wahrscheinlich wissen Sie längst, dass man etwas dagegen tun kann.
Die Frage, die sich stellt: Was hält Sie also noch ab?
„Diese Frage stelle ich mir tatsächlich oft“, gibt Silvia Deymann, Leiterin des Beckenbodenzentrums Emsland, zu. „Nicht, weil ich Menschen nicht verstehen kann. Ganz im Gegenteil. Ich möchte verstehen, warum jemand mit einem Problem weiterlebt, obwohl er weiß, dass es eine Lösung geben könnte.“ Oft ist es auch die Angst vor der Enttäuschung, weiß sie aus mittlerweile über 100 Beratungsgesprächen und Sprechstunden mit betroffenen Frauen und Männern.
„Man hat schon so viel ausprobiert und möchte nicht noch einmal erleben, dass etwas nicht funktioniert. Aber diese Skepsis, so verständlich sie auch sein mag, verhindert Fortschritte und damit auch die Lösung des Problems.“ „Ich glaube, dass hinter dem Zögern ganz unterschiedliche Gründe stecken“, sagt Silvia. „Und deshalb möchte ich niemanden einfach davon überzeugen, etwas zu tun. Ich möchte erst einmal zuhören.“
Denn eines sei heute anders als noch vor einigen Jahren: Es gibt moderne Möglichkeiten, den Beckenboden gezielt zu trainieren. Das Training auf dem Beckenbodenstuhl ist unkompliziert und lässt sich in den Alltag integrieren. Eine Sitzung dauert etwa 30 Minuten und findet „unter Ausschluss der Öffentlichkeit“ statt. „Eigentlich war es noch nie so einfach, sich mit seinem Beckenboden zu beschäftigen“, sagt Silvia Deymann. „Aber einfach bedeutet nicht automatisch, dass man auch den ersten Schritt macht.“ Genau dafür gibt es ihre Beckenbodensprechstunde, das erste Beratungsgespräch. Dort geht es zunächst gar nicht darum, sofort eine Behandlung zu beginnen. Es geht darum, Fragen zu stellen. Was könnte die Ursache sein? Wie funktioniert das Training? Was passiert während einer Sitzung? Ist diese Methode überhaupt für mich geeignet? Und was kann ich realistisch erwarten? „Vielleicht entscheidet sich jemand danach für eine Behandlung. Vielleicht auch nicht“, sagt Silvia. „Aber diese Entscheidung sollte aus Wissen entstehen und nicht aus Unsicherheit.“
Also, wenn Sie betroffen sind: Was hält Sie noch ab?
Hier geht es direkt zur Terminvereinbarung:
https://beckenboden-emsland.de/