(eb) Rund 70 Jugendliche waren am 9. September zum Bürgermeister*innen-Talk ins Jugend- und Kulturzentrum JAM gekommen, um die Kandidierenden für das Amt des Meppener Bürgermeisters persönlich kennenzulernen und ihre Fragen zu stellen. Unter dem Motto „Jugend fragt, Kandidierende antworten“ stand dabei vor allem eines im Mittelpunkt: der direkte Austausch auf Augenhöhe.
In einer offenen und entspannten Atmosphäre konnten die Jugendlichen ihre Fragen direkt an die vier Kandidierenden richten. Dabei wurde deutlich, dass das Interesse an der Zukunft Meppens groß ist. Viele Jugendliche beteiligten sich aktiv, stellten zahlreiche Fragen und brachten ihre eigenen Anliegen und Perspektiven ein.
Um den Kontakt zwischen Jugendlichen und Kandidierenden herzustellen und eine möglichst niedrigschwellige Gesprächsatmosphäre zu schaffen, setzte das JAM auf verschiedene jugendgerechte Methoden. Neben klassischen Fragerunden sorgten interaktive Elemente und spielerische Formate dafür, dass die Jugendlichen unkompliziert mit den Kandidierenden ins Gespräch kommen konnten. So entstand keine klassische Podiumssituation, sondern ein lebendiger Austausch, bei dem die Jugendlichen selbst aktiv wurden und die Gesprächsrichtung mitbestimmten.
Die Themen für den Talk waren bereits im Vorfeld gemeinsam mit Jugendlichen gesammelt worden. Von den Ergebnissen dieser Befragungen ausgehend, ging es um Fragen, die junge Menschen in Meppen tatsächlich beschäftigen. Die Kandidierenden hatten Gelegenheit, ihre Positionen darzustellen und zu erklären, welche Vorstellungen und Ideen sie für die Zukunft der Stadt haben.
Dabei ging es nicht nur um konkrete Themen aus dem Alltag junger Menschen, sondern auch um die Frage, welche Möglichkeiten und Zuständigkeiten ein Bürgermeisteramt überhaupt mit sich bringt. So konnten die Jugendlichen nicht nur Antworten auf ihre persönlichen Fragen erhalten, sondern sich gleichzeitig einen umfassenden Überblick über die unterschiedlichen Positionen und Vorstellungen der Kandidierenden verschaffen.
Besonders wichtig war dem JAM dabei, den Jugendlichen eine echte Beteiligungsmöglichkeit zu geben. Sie sollten nicht nur Zuhörer*innen einer klassischen Podiumsdiskussion sein, sondern selbst bestimmen, welche Themen zur Sprache kommen. Dieses Konzept ging auf: Die vielen Fragen und die aktive Beteiligung zeigten, dass die Jugendlichen die Möglichkeit zum direkten Gespräch gerne angenommen haben.
„Wir freuen uns sehr, dass so viele Jugendliche gekommen sind und sich aktiv eingebracht haben. Unser Ziel war es, einen Raum zu schaffen, in dem junge Menschen ihre Fragen stellen können und ernst genommen werden – und genau das ist gelungen“, zieht das JAM ein positives Fazit.
Der Bürgermeister*innen-Talk bot damit kurz vor der Kommunalwahl eine gute Gelegenheit, die Kandidierenden kennenzulernen, unterschiedliche Positionen miteinander zu vergleichen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Die von den Jugendlichen herausgestellten Themenschwerpunkte sind Grundlage weiterer Beteiligungsformate des JAM in den nächsten Monaten und treiben die Meppener Jugendbeteiligung weiter voran.