Neues Zuhause für Meppens Feuerwehr

Spatenstich am Schützenhof – moderner Standort für Einsatz, Ausbildung und Jugendarbeit

(th) Wenn Hilfe benötigt wird, zählt jede Minute. Ob bei Bränden, Unfällen oder anderen Notlagen: Die Freiwillige Feuerwehr Meppen steht zuverlässig und engagiert rund um die Uhr bereit. Besondere Anerkennung verdienen die Ehrenamtlichen, die diese wichtige Arbeit leisten. Nun erhalten sie ein zukunftsfähiges neues Gebäude.

Am 14. August 2026 ist mit dem offiziellen Spatenstich der Startschuss für den Neubau des Feuerwehrhauses am Schützenhof gefallen. Auf einer knapp 15.000 Quadratmeter großen Fläche investiert die Stadt Meppen rund 22 Millionen Euro. Das Gebäude wird etwa 92 Meter lang, 34 Meter breit und neun Meter hoch sein. Auf zwei Geschossen entstehen rund 4.300 Quadratmeter Nettogrundfläche.

Der Neubau schafft zeitgemäße Bedingungen für Einsatz, Ausbildung und Jugendarbeit, die im Feuerwehrhaus aus den 1970er-Jahren nicht mehr problemlos möglich wären. Geplant sind Stellplätze für 16 Feuerwehrfahrzeuge, eine Wasch- und eine Aufrüsthalle sowie ein Hochregallager. Werkstätten, darunter eine eigene Atemschutzwerkstatt, ermöglichen die Wartung und Pflege wichtiger Einsatzmittel direkt vor Ort.

Für die Einsatzkräfte entstehen 190 Umkleideplätze für die Einsatzabteilung sowie weitere 50 Plätze für die Jugendfeuerwehr und die Ehrenabteilung. Schulungsräume bieten Platz für bis zu 120 Personen. Hinzu kommen Ruheräume, ein Kameradschaftsraum sowie ein Lehr- und Aufenthaltsraum für die Jugendfeuerwehr.

Zum Außengelände gehören ein Übungsturm mit Übungsplatz, ein Parkplatz für 84 Einsatzkräfte und ein Besucherparkplatz. Das Gebäude kann später erweitert werden. Für den Katastrophenfall ist der Standort unter anderem mit einem eigenen Stromgenerator vorbereitet. Auch die energetische und technische Ausstattung ist auf die Zukunft ausgerichtet. Eine Wärmepumpe wird für die Beheizung sorgen. Auf dem Flachdach sind ein Gründach und eine Photovoltaikanlage vorgesehen. Die Lüftungsanlage ermöglicht es, die Raumtemperatur bei Bedarf um bis zu fünf Grad unter die Außentemperatur abzusenken.

Die Planungen reichen bis ins Jahr 2018 zurück. Nach Beratungen, einem Wettbewerb und dem Preisgericht fasste der Rat im Mai 2023 den Beschluss für den Standort am Schützenhof. 2024 und 2025 wurden Raum- und Kostenprogramm weiterentwickelt. 2026 folgten die Planungen für Innen- und Außenbereiche sowie die technische Gebäudeausrüstung.

Kommentar: Stadtmagazin DER MEPPENER

„Mit dem Neubau investiert Meppen nicht nur in ein Gebäude, sie stärkt die Voraussetzungen dafür, dass unsere Feuerwehr auch künftig schnell, leistungsfähig und gut vorbereitet helfen kann. Vor allem aber ist es ein klares Zeichen des Dankes an die Frauen und Männer, die sich freiwillig für ihre Mitmenschen einsetzen.“

(T. Hagemann)

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