(th) „Ehrenamt“ – ein Begriff, eine Aufgabe, eine Qualität, ohne die unsere Gesellschaft nicht funktionsfähig ist. Sie beschreibt freiwillige, unentgeltliche Tätigkeiten, die unserem Gemeinwohl dienen (z. B. im Sportverein, in der Feuerwehr, bei der Tafel, in der Jugendarbeit, im Naturschutz, etc.). Laut Aussage des Bundesministeriums des Inneren (BMI) setzen sich ca. 28,8 Millionen Menschen in Deutschland für das Gemeinwohl ein. Ihr Einsatz ist unbezahlbar: Sie unterstützen dort, wo staatliche Strukturen an Grenzen stoßen, fördern Integration, Bildung und Kultur und stärken den sozialen Zusammenhalt. Ehrenamt bedeutet Verantwortung übernehmen und Zeit schenken – oft im Stillen, aber mit großer Wirkung. Ohne diese freiwillige Arbeit wäre unser gesellschaftliches Leben ärmer: weniger Vereine, weniger Nachbarschaftshilfe, weniger Gemeinschaft.
DER MEPPENER stellt vor
Ina Wysotzki aus Meppen – die kennen Sie nicht? Doch ich bin mir nahezu sicher, die kennen Sie. Ina engagiert sich in zahlreichen Bereichen: Sie ist tätig in der Krämerei in der Innenstadt, engagiert sich unter anderem bei E.V.E. (Erlebe Vielfalt im Ehrenamt), bei der EUTB (Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung), bei Vitus, und, und, und. Ina ist in einer der Vitus-Werkstätten beschäftigt. Die ehrenamtliche Arbeit bei E.V.E., in der EUTB und weiteren Projekten leistet sie ehrenamtlich mit viel Engagement und Freude. Ihr Antrieb ist es, andere Menschen zu unterstützen. Diese Aufgaben bereichern sie.
Ausgezeichnet
Ihr vielseitiges soziales Engagement blieb nicht lange unentdeckt. Im vergangenen Jahr erhielt sie als erste Person mit Behinderung den Sonnenschein-Preis der Caritas-Gemeinschaftsstiftung Osnabrück. Der Sonnenschein-Preis für ehrenamtliches Engagement ist nach Carl Sonnenschein benannt. Sonnenschein war ein katholischer Priester, der unter anderem in Berlin als Sozialreformer wirkte. Eines der vielen Anliegen Sonnenscheins war die Förderung sozialen Engagements eines jeden Katholiken. Seit dem Jahr 2007 vergibt die Caritas-Gemeinschaftsstiftung den „Sonnenschein-Preis“
„Ehrenamt“ – ein Begriff, eine Aufgabe, eine Qualität, ohne die unsere Gesellschaft nicht funktionsfähig ist. Wir alle sollten die vielen unsichtbaren Leistungen, die jede für sich genommen unschätzbar wichtig ist, zu schätzen wissen. Ohne sie wäre unser gesellschaftliches Zusammenleben um ein Vielfaches ärmer. Daher möchte ich mich an dieser Stelle stellvertretend für alle Ehrenamtlichen bei Ina Wysotzki bedanken.