Jugend- und Kulturgästehaus öffnet wieder

(th) Nach rund zehnwöchiger Schließzeit werden 15 der 27 Jugendherbergen im Nordwesten wieder geöffnet. „Wir freuen uns sehr, dass ein Teil unserer Häuser wieder öffnen kann und haben uns mit einem umfangreichen Hygienekonzept, einer angepassten Belegung unserer Häuser und neuen Programmangeboten intensiv auf die Wiedereröffnung vorbereitet“, berichtet Thorsten Richter, Geschäftsführer des Landesverbandes Unterweser-Ems im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH). Unter diesen Standt-orten befindet sich auch das Jugend- und Kulturgästehaus am Helter Damm.

Hygiene- und Schutzkonzept
Um Gästen ein höchstmögliches Maß an Sicherheit bieten zu können und die Vorgaben zur Öffnung bestmöglich umzusetzen, werden die Herbergen nur zu 60 Prozent ihrer Bettenkapazitäten belegt werden. Somit wird sich die Zahl der Gäste notwendigerweise deutlich reduzieren. Die bestehenden Kontaktverbote und Abstandsregeln machen es (Stand: 30.5.20) lediglich Familien, Einzelreisenden oder befreundeten Paaren aus zwei Familien oder Freundeskreisen aus zwei Familien möglich, eine Reise zu buchen. Gruppenreisen sind auch weiterhin vorerst nicht möglich.

Angebote
Die Jugendherbergen haben auf die Situation reagiert. Sie bieten Familien-Specials an, in welchen Gemeinschaft anders erfahrbar werden soll. In Meppen arbeitet das gesamte Kunstzentrum Koppelschleuse daran, den Urlaub zu einem Erlebnis in Corona-Zeiten werden zu lassen. In Zusammenarbeit mit der Kunstschule sollen Angebote ausgearbeitet werden.

Angespannte Lage
Die Situation für die Jugendherbergen bleibt jedoch angespannt. „Solange wir unsere Hauptzielgruppen – Schulklassen und Freizeitgruppen – nicht aufnehmen können, müssen wir weiter mit Einnahmeverlusten rechnen“, berichtet Thorsten Meyer vom Jugend- und Kulturgästehaus. Diese Zielgruppen haben einen Anteil von ca. 70 Prozent der Übernachtungen der Herbergen.