(mt) Was bisher geschah:
Kai hatte ein Haus gekauft und Julia, der Liebe seines Lebens, bei einem Spaziergang zu dem künftigen Eigenheim einen Heiratsantrag gemacht. Julia hatte den Darlehensvertrag mitunterzeichnet und sich zudem der sofortigen Zwangsvollstreckung in ihr gesamtes Vermögen unterworfen. Aufgrund eines heftigen Streits im Zuge der Hochzeitplanung war Julia ausgezogen. Kurze Zeit später heiratete sie Simon, der ihr wiederum einen finanziellen Neuanfang ermöglichte. Julia, die Simon nun beweisen wollte, dass sie aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hatte und in der Lage ist, auf eigenen Beinen zu stehen, muss nun die ersten Rückschläge auf dem Weg in die Selbstständigkeit verdauen.

Kai hatten die Trennung und Julias Hochzeit vollends aus dem Gleichgewicht gebracht. Dank der Unterstützung seiner früheren Arbeitskollegin Anna hatte er jedoch kürzlich begonnen, sich von der „Vogel-Strauß-Taktik“ abzuwenden. Anna hatte kurzfristig einen kostenlosen Termin bei einer lokalen Schuldnerberatungsstelle bekommen, den sie gemeinsam vorbereiteten.

(Fortsetzung)…
Nach dem Termin bei der Schuldnerberatung war Kai fest entschlossen, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Der Schuldnerberater hatte ihm einen Platz in dem Projekt „Wohnung statt Parkbank“ angeboten, aber Anna brachte es nicht über ihr Herz, Kai dorthin gehen zu lassen. Da er ihr sehr ans Herz gewachsen war, bot sie ihm an, zu Emma und ihr zu ziehen und ihn bei der Suche nach einer Arbeitsstelle zu unterstützen. Nach einer längeren Bedenkzeit hatte Kai dieses Angebot angenommen: Er fühlte sich in der Nähe von Emma und Anna wohl.

Parallel dazu unterstützte der Schuldnerberater Kai bei der Schuldenregulierung: In einem ersten Schritt hatte der Schuldnerberater die Gläubiger angeschrieben, und alle wichtigen Angaben wie z.B. Forderungshöhe, bestehende Abtretungen, Vertreterwechsel und Verzichtsanzeigen abgefragt. Nachdem sie die tatsächliche Schuldsumme ermittelt und Kais finanzielle Situation analysiert hatten, half der Schuldnerberater Kai bei den Verhandlungen mit den Gläubigern mit dem Ziel einer außergerichtlichen Schuldenbereinigung. Da Anna hierfür einen Betrag in Höhe von 20.000 € zur Verfügung stellte, standen die Chancen dafür sehr gut.
Anna kümmerte sich außerdem um die Eröffnung eines Pfändungsschutzkontos, denn dieses würde Kai benötigen, sobald er eine Arbeitsstelle finden würde. Kai begann zu realisieren, was für eine glückliche Fügung es war, dass er Anna getroffen hatte, die sich selbstlos und „Herz über Kopf“ um ihn kümmerte…

(Fortsetzung folgt)