Schloss Clemenswerth lädt zum Besuch ein

(eb) 2020 – Das etwas andere Jahr, nämlich das der Veranstaltungsabsagen und Verschiebungen. Von seinen über 110 im Jahresprogramm geplanten Terminen musste das Emslandmuseum Schloss Clemenswerth durch Corona bedingt bereits fast die Hälfte absagen, darunter u.a. den Vortragsabend mit Rechtsmediziner Prof. Dr. Klaus Püschel, das Blockflötenkonzert der Musikschule und das Osterferienprogramm.

Die Sonderausstellung „Die Künstlerkolonie Nidden“ wurde auf das Jahr 2021 verschoben. Auch die Aussteller des Kunsthandwerker- und Pflanzenmarktes Fest der Sinne und des Kunstmarktes ParkArt wurden auf das nächste Jahr vertröstet. Zwei Monate lang waren zudem die Museumstüren des Schlosses für Besucher geschlossen. „Die Sorgen der Kultur sind in Corona-Zeiten, wird so manch einer sagen, nun unser kleinstes Problem“, mutmaßt Museumsdirektor Oliver Fok. Weiter sagt er: „Das mag zum einen stimmen, zum anderen ist aber Kultur die Quintessenz unserer Gesellschaft. Sie ist mehr als Freizeitbeschäftigung. Sie fordert uns, gibt uns Einblicke, erweitert unseren Horizont und eröffnet uns einen freien Geist. Natürlich kann sie auch für den einen langweilig und nichtssagend sein, dafür ist sie für den anderen wiederrum sehr spannend und vielsagend. Sie kann unser Gemüt in alle Richtungen erregen, empören und begeistern. Kultur macht aber das Leben auf jeden Fall bunter und bereichert uns damit!“ Ein Stück Kultur ist seit Mitte Mai wieder verfügbar: Einzelbesucher und Kleinstgruppen (max. 8 Pers.) können in eingeschränkter Form und unter Einhaltung der bekannten Abstands- und Hygieneregeln das Emslandmuseum Schloss Clemenswerth besuchen. „Dass das gut funktioniert, haben die ersten Wochen und das durchweg positive Besucher-Feedback nach der Wiedereröffnung gezeigt“, betont Fok. „Es ist ein erster Schritt Richtung Normalität. Das Erlebnis Schloss Clemenswerth machen aber neben dem Museum eben auch die Sonderausstellungen und die Events aus, die immer wieder einen Spannungsbogen zur barocken Anlage setzen. Wir hoffen, dass Schloss Clemenswerth bald wieder in voller Kraft für das Emsland wirken kann“, so der Museumsdirektor.

Aktuell wird das Sommerferienprogramm grundlegend überarbeitet. Es wird, berichtet die Leiterin der Museumspädagogik Ramona Krons, dieses Jahr in ganz anderer Art und Weise stattfinden. U.a. wird es den interaktiven Familienspaziergang „Über Schloss und Stein“ geben, der große und kleine Familienmitglieder einlädt, Schloss Clemenswerth und seine weitläufige Waldparkanlage selbstständig zu erkunden. Alles was man dazu braucht, findet sich in einem bunten Schlosspaket, dass Familien an der Museumskasse bekommen.

Aktuelle Informationen unter: www.clemenswerth.de