(eb) Es gibt einige Studiengänge, bei denen am Ende des Studiums eine Verbeamtung „droht“. Bei keinem anderen ist es aber so wahrscheinlich wie beim Studium auf Lehramt.
Wenn man nach dem Abschluss des theoretischen Teils ins Referendariat geht, wird man zunächst Beamter auf Widerruf. Als Beamter auf Widerruf kann man theoretisch auch weiterhin in der gesetzlichen Krankenversicherung verbleiben. Das Problem ist nur, dass das Land Niedersachsen sich nicht an den Kosten daran beteiligt. Stattdessen wird eine 50%ige sogenannte Beihilfe gestellt. Für die anderen 50% der Kosten muss man sich dann selber privat krankenversichern. Während des Referendariats ist der Beitragsunterschied aufgrund des übersichtlichen Einkommens noch nicht so gewaltig. Nach dem Referendariat sind es jedoch dann schnell mehrere Hundert Euro.

Während man zwischen gesetzlichen Krankenversicherungen unabhängig von Vorerkrankungen und dem eigenen Gesundheitszustand wechseln kann, prüfen die privaten Krankenversicherungen hingegen sehr genau, welches Risiko sie sich in die Bücher, sprich welchen Kunden sie sich in den Bestand holen. Das machen sie vor allem, um Ihre Versichertengemeinschaft vor zu stark steigenden Kosten und damit verbundenen Beitragssteigerungen zu schützen.
Wenn man sich also nach dem Studium bei der ein oder anderen privaten Krankenversicherung um einen Versicherungsschutz bewirbt, kann es passieren, dass es diesen Versicherungsschutz nur gegen deutlichen Mehrbeitrag, einem sogenannten Risikozuschlag, geben kann. Wenn der Interessent erstmalig überhaupt die Möglichkeit hat, sich privat krankenversichern zu können, ist dieser Risikozuschlag auf 30% begrenzt. Bei einem durchschnittlichen Beitrag nach dem Referendariat von ca. 250 € pro Monat, läge der Risikozuschlag Monat für Monat bei ca. 75 €.

Wenn man davon ausgeht, dass man nach dem Referendariat ca. 27 Jahre alt ist und mit einer Lebenserwartung von ca. 80 Jahren rechnen muss, ergibt sich über die Lebenszeit eine höhere Beitragssumme von 75 € x 12 Monate x 53 Jahre = 47.700 €.

Dabei ist noch nicht einkalkuliert, dass Versicherungsnehmer mit Risikozuschlag überproportional von den zukünftigen Beitragserhöhungen betroffen sind.

Aber wie kann ich mich dagegen schützen, wenn ich weiß, dass ich irgendwann eine private Krankenversicherung benötige? Nicht mehr zum Arzt zu gehen, wenn man krank ist, um seine Akte sauber zu halten, sollte keine Lösung sein. Ebenso sollte man in keinem Fall bei der Beantragung des Versicherungsschutzes Vorerkrankungen verschweigen. Das könnte später den gesamten Versicherungsschutz gefährden. Die Lösung ist eine sogenannte Anwartschaft. Diese kostet beispielsweise bei uns, der Deutschen Beamtenversicherung, 1 € im Monat. Also bei fünf Jahren Studium investiert man in der Summe 60 Euro. Bei der Anwartschaft wird zum Zeitpunkt der Beantragung der Gesundheitszustand abgefragt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Akte dann noch sauber ist, ist um ein Vielfaches größer, als nach dem Studium.

Die Anwartschaft ist die Eintrittskarte in eine spätere private Krankenversicherung ohne Risikozuschlag, selbst wenn einem während des Studiums schwere oder chronische Erkrankungen die bis dahin saubere Krankenakte zerschießen.
Also studierst Du oder studieren Ihre Kinder auf Lehramt, informieren Sie sich über eine Anwartschaft für eine private Krankenversicherung – gerne auch bei uns.

Ihr/Euer Andreas Schütte
(AXA & DBV Versicherungen in Meppen & Haselünne
www.axa-betreuer.de/andreas_schuette)