Ausstellung im Kunstzentrum

(th) Kunst ist verschieden, dennoch verbindend. Ein deutlicher Beleg dafür ist die derzeitig im Kunstzentrum Koppelschleuse zu besuchende Gemeinschaftsausstellung von Verena Schöttmer und Yala Juchmann.

Yala Juchmann

Die studierte Künstlerin trägt Farbe durch eine Wachs-Tusche-Technik auf die Leinwand auf. Ihre Werke sind das Ergebnis von Schichtungen. Durch das Auftragen und Wegnehmen, Versiegeln und Auswaschen enthebt sie Elemente ihrer ursprünglichen Umgebung. Sie bedient sich dabei der gegensätzlichen Eigenschaften von Wasser und Wachs und bannt diese auf dem Bildträger.

Verena Schöttmer

Einen komplett entgegengesetzten Ansatz verfolgt die zweite Künstlerin der Ausstellung. Bei ihr entstehen die Werke nicht durch Schichtungen, sondern durch Entnahme. Dazu trägt sie farbloses Chlor beispielsweise auf Samt oder Jeans auf. Dadurch kommt beispielsweise die Komplementärfarbe Orange bei blauem Samt zum Vorschein. Sie sieht einem Bildhauer gleich das Verborgene in dem zu bearbeitenden Material.

Ausstellung

Die Ausstellung dieser sich gegenseitig untersuchenden Kunstformen birgt eine ungeheure Spannung in sich. Noch bis zum 28. Oktober können Sie die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Kunstzentrums Koppelschleuse kostenlos besuchen.

Autor

T. Hagemann

Stadtmagazin DER MEPPENER