Meppener reisen nach Bremen und Worpswede

(mk) Jede Region hat ihre historischen Kriminalfälle, die noch nach Jahrhunderten Aufsehen erregen. In Bremen ist es Gesche Gottfried, eine berüchtigte Giftmischerin, die von 1785 bis zu ihrer Hinrichtung 1831 in der Hansestadt lebte und deren Motivation bis heute ein Rätsel bleibt. Die Tochter eines Schneidermeisters und einer Wollnäherin galt lange Zeit als Engel von Bremen, da sie ihre kranken vergifteten Angehörigen und Freunde aufopferungsvoll pflegte. Was lange Zeit niemand ahnte: Mit Arsenikpulver, das ihre Mutter zur Bekämpfung einer Mäuseplage besorgt hatte, tötete Gesche Gottfried nacheinander 8 Menschen – ihren ersten Ehemann, ihre Mutter, zwei Töchter, ihren Vater, Sohn und Bruder sowie ihren zweiten Ehemann. Nachdem das Gift verbraucht war, vergingen 6 Jahre, ehe die 2. Mordserie mit Mäusebutter (aus Butterschmalz und Arsenik) begann, der ihr Verlobter, eine Freundin, ihr Nachbar, ihre Vermieterin, die kleine Tochter einer Freundin, die Freundin selbst und einer ihrer Gläubiger zum Opfer fielen.

Zahlreiche weitere Menschen litten an Vergiftungserscheinungen, ehe ihr Vermieter Johann Christoph Rumpff weiße Körnchen in einem Schinken entdeckte und untersuchen ließ. An ihrem 43. Geburtstag wurde Gesche Gottfried verhaftet und im Laufe von annähernd 3 Jahren viele Male verhört. Ihre Aussagen geben heute noch Anlass zu allerlei Spekulationen. Am 21. April 1831 wurde sie auf dem Bremer Domshof unter den Augen von rund 35.000 Zuschauern mit dem Schwert hingerichtet. An dieser Stelle befindet sich der sogenannte Spuckstein, an dem immer noch Menschen ihre Verachtung für die gnadenlose Giftmischerin kundtun.

Während einer Tagesfahrt am 28. April besteht Gelegenheit, mehr über diesen spannenden Kriminalfall zu erfahren. „Persönlichkeiten“ aus 3 Jahrhunderten, historisch gewandet, führen durch das Bremer Geschichtenhaus – und vielleicht versieht Gesche Gottfried an diesem Tag gerade ihren Dienst… Mitten im Schnoor gelegen, besteht außerdem die Möglichkeit, kleine Läden, Cafe`s und Restaurants in den schmalen Fachwerkhäusern zu entdecken. Am Nachmittag geht es zum Frühlingsfest nach Worpswede, wo sich auf dem Dorfplatz und entlang der Bergstraße Künstler und Kunsthandwerker, Pflanzen und Delikatessen präsentieren.

Abfahrt ist um 8 Uhr ab Busbahnhof am Meppener Hallenbad, die Rückkehr ist gegen 20 Uhr geplant. Karten für 49,90 Euro (inkl. Busfahrt, Eintritt und Führung im Geschichtenhaus) sind ab sofort bei TIM zu erwerben, Tel. 05931 – 153 153.

P.S.: Vom 2. – 7. September reisen Emsländer ins Sächsische Heide- und Burgenland (ab 399 Euro inkl. Führungen, Eintrittsgeldern und umfangreicher Verpflegung). Hier sind nur noch wenige Plätze frei! Info und Anmeldung: 0170 – 694 00 33.

Datenschutzinformation
Der datenschutzrechtliche Verantwortliche (CMD Studio GmbH, Deutschland) würde gerne mit folgenden Diensten Ihre personenbezogenen Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: