(sg) Machen wir uns nichts vor: Noch nie waren Kontrollmöglichkeiten durch die Finanzbehörden so ausgeprägt, wie sie es heutzutage sind. Dadurch soll zum einen die Ordnungsmäßigkeit der Besteuerung gewährleistet werden. Zum anderen aber dient der rege Informationsaustausch auch dazu, Steuersünder zu entdecken und sie in die Steuerehrlichkeit zurückzuführen. So ist zumindest der offizielle Tenor des Fiskus, wenn es darum geht, über sein in den vergangenen Jahren massiv ausgebautes Kontrollsystem zu argumentieren.

Dabei wundern Internetrecherchen und Kontrollmitteilungen etwa nach Betriebsprüfungen oder bei Verdachtsfällen mittlerweile keinen mehr so richtig. Eine viel spannendere Frage ist jedoch: Von wem bekommt das Finanzamt denn sonst noch überhaupt welche Informationen?! Die naheliegende Quelle ist der Steuerpflichtige selbst. Denn durch diverse gesetzlich definierte Pflichten muss er bereits schon von sich aus einiges „liefern“. Hierzu gehören insbesondere die Abgabe der jährlichen Steuererklärungen, die Aufbewahrungspflicht für Geschäfts- bzw. auch bereits einiger Privatunterlagen (z.B. Handwerkerrechnungen), die Auskunftspflicht bei Rückfragen zu steuerrelevanten Sachverhalten wie etwa die Mitwirkungspflicht bei Ermittlungen und Betriebsprüfungen. Und nicht zu vergessen: Alle natürlichen Personen in Deutschland erhalten von Geburt an eine Steueridentifikationsnummer! Diese Nummer ist lebenslang gültig und erlischt erst mit dem Tod. Apropos: Alle Sterbefälle werden dem Finanzamt vom Standesamt gemeldet. Daneben melden Nachlassgerichte sämtliche Testamentseröffnungen sowie die Erteilung von Erbscheinen. Auch müssen die Notare über ihrerseits abgewickelte Erbauseinandersetzungen und Schenkungen genauso Bescheid geben wie die Banken über Konten- und Depotbestände des Verstorbenen.

Aus dem „Lohnsektor“ bekommen Finanzbehörden diverse Informationen von den Arbeitgebern (lohnsteuerliche Daten) sowie im Wege der sogenannten Amtshilfe von den Sozialversicherungsträgern und Renten- und Bausparkassen. Auch Förderinstitute müssen den Fiskus über alle möglichen, an die Steuerbürger gewährten Subventionen, Zuschüsse, Bürgschaften und Beihilfen unterrichten. Die Versicherungswirtschaft meldet etwa Auszahlungen, Abtretungen oder Übertragungen von Lebensversicherungen genauso wie die schädliche Verwendung des staatlich geförderten Kapitals bei den privaten Altersvorsorgeverträgen.

Diese Auflistung könnte unaufhörlich weiter fortgeführt werden…was hier aus Platzgründen leider entfallen muss. Wenn Sie also Fragen zu diesem Thema haben, …lassen Sie sich gut beraten!

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