(eb) Meppen möchte Fairtrade-Stadt werden. Mit einem ersten gemeinsamen Treffen wurde hierfür der Aufschlag im vergangenen Herbst gemacht. Was ist seitdem passiert? Wie „fair“ ist unsere Stadt? Hier ein kleiner Sachstandsbericht. In seiner Sitzung am 12. November 2015 hat der Rat beschlossen, dass sich die Stadt Meppen beim Verein Trans-Fair Deutschland e. V. um eine Zertifizierung als Fairtrade-Town, zu Deutsch „Fairtrade-Stadt“, bewirbt. Fünf Kriterien gilt es dafür zu erfüllen: Ratsbeschluss zur Teilnahme, Bildung einer lokalen Steuerungsgruppe, Verwendung von Fairtrade-Produkten in Einzelhandel und Gaststätten, Verwendung von Fairtrade-Produkten in Schulen, Vereinen und Kirchen sowie Medienberichte über alle Aktivitäten auf dem Weg zur Fairtrade-Town.

Zur Bildung einer lokalen Steuerungsgruppe, die die Geschicke der Stadt Meppen auf diesem Weg federführend leiten soll, wurden im Vorfeld mehr als 600 Unternehmen angeschrieben und um Unterstützung gebeten. Aber auch die interessierte Öffentlichkeit war eingeladen, Teil dieses Projektes zu werden. Der Einladung zur Auftaktveranstaltung im Ratssaal Ende September folgten einige Bürgerinnen und Bürger. Zum ersten Vorsitzenden wurde schließlich Daniel Wintering (Bäckerei Wintering) gewählt; die Stellvertretung obliegt Katharina Knoop (Meppener Weltladen). Weitere Personen aus den Bereichen Zivilgesellschaft und Wirtschaft erklärten sich zur aktiven Teilnahme bereit.

Eine weitere Sitzung am Nikolaustag wandte sich dem Kriterium „Verwendung von Fairtrade-Produkten in Einzelhandel und Gaststätten“. Die Steuerungsgruppe verständigte sich darauf, eine entsprechende Umfrage unter allen Einzelhändlern und Gastronomen im Zeitraum Januar/Februar durchzuführen. „Die erforderliche Anzahl von vier Gastronomiebetrieben mit jeweils zwei „fairen“ Produkten im Sortiment wurde erreicht. Von den notwendigen acht Einzelhandelsbetrieben kann Meppen bislang zwei vorweisen“, zieht Bürgermeister Helmut Knurbein ein Zwischenfazit. Discounter blieben hierbei unberücksichtigt. Darüber hinaus wurde ein Informationsgespräch mit den Schulleitungen der Meppener Grundschulen durchgeführt. Die ersten Stimmen aus dieser Veranstaltung und weitere Rückmeldungen der hiesigen Einzelhändler werden unter anderem Grundlage für das nächste Treffen der Steuerungsgruppe am 16. Mai sein.

Der Rathauschef blickt zuversichtlich in die Zukunft:

„Die Zertifizierung als Fairtrade-Town ist nur die eine Seite der Medaille, vorrangig zählt, den Gedanken des fairen Handelns zu leben und sich kontinuierlich für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Entwicklungsländern stark zu machen. Dass Meppen dabei auf einem guten Weg ist, haben die ersten Projektergebnisse der vergangenen Wochen gezeigt.“

Ein Blick in die Zukunft: Sind die fünf Kriterien erfüllt und die Prüfung durch Trans-Fair Deutschland e. V. erfolgreich gewesen, wird der Titel „Fairtrade-Town“ für zwei Jahre vergeben. Nach Ablauf dieser Zeitspanne erfolgt eine erneute Überprüfung. Möchten auch Sie aktiv mitwirken oder haben Sie Fragen zum Thema Fair-trade-Stadt? Ansprechpartner ist Florian Jürgens, Tel. (05931) 153-160, E-Mail: fairtrade@meppen.de. Nähere Informationen auch unter www.meppen.de/fairtrade.

Datenschutzinformation
Der datenschutzrechtliche Verantwortliche (CMD Studio GmbH, Deutschland) würde gerne mit folgenden Diensten Ihre personenbezogenen Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: