Gaby Breuckmann berichtet

(gb) Vor sieben Jahren nahm mein Engagement für Lands-Aid seinen Anfang. Nach 20 Jahren Leitung einer Caritas-Sozialstation reifte in mir der Wunsch, endlich mal wieder als Krankenschwester praktisch hautnah am Menschen zu arbeiten. Vor allem ohne Bürokratie und in Ländern, in denen Menschen ungewollt in Katastrophen geraten sind.

Seit meinem dreijährigen Einsatz als Krankenschwester in Tansania, wo ich auch mein erstes Kind geboren habe, begleitet mich eine besondere Verbundenheit zu Afrika. Aber auch alle anderen Entwicklungsländer liegen mir seither sehr am Herzen. Also beschloss ich dort weiterzumachen, wo meine berufliche Laufbahn begann.

In einem Zeitungsartikel der Meppener Tagespost las ich einen Bericht des LandsAid Vorsitzenden Hans Musswessels, der zufällig auch noch aus dieser Region, aus Rhede, stammt. Dadurch wurde ich zum ersten Mal auf die humanitäre Hilfsorganisation LandsAid aufmerksam und fragte leise an, ob sie sich auch eine 63-Jährige Krankenschwester im Einsatz vorstellen könnten.

Da LandsAid seine ehrenamtlichen Einsatzkräfte selbst ausbildet, habe ich 2010 an den beiden Grundlagenseminaren teilgenommen. Gleich im Anschluss an das 1. Seminar war ein schreckliches Erdbeben in Haiti und so fand bereits im Juni 2010 mein 1. Einsatz statt.

Seitdem bin ich jährlich in Haiti, meist im Choleracamp oder auf der Kinderstation für Kinder mit schwersten Behinderungen. Außerdem leistete ich als Einsatzkraft 2012 in Burkina Faso in der Sahelzone, 2013 auf den Philippinen und in Myanmar sowie 2015 in Nepal Hilfe. Bislang waren es 14 Einsätze, die mich mindestens so sehr geprägt und verändert haben wie meine langjährige berufliche Tätigkeit. In meinem 3. Lebensabschnitt war und ist es mir ein Bedürfnis, mit allem was mir geschenkt wurde großzügig umzugehen. Das sind u.a. Gesundheit, Erfahrungen, Kraft und Freude und nicht zuletzt ein hoffnungsfroher Glaube. All das teilen zu können fußt auf einem christlichen Urverständnis wie Menschen miteinander umgehen sollten. Es ist unsere menschliche Aufgabe, den Nächsten im Blick zu haben. Ich erlebe, dass die Hilfe in den Katastrophen nie reicht, aber gefühlt ist mein Rucksack mit tiefer Dankbarkeit gefüllt, mehr als ich jemals geben kann.

LandsAid ist eine überschaubare Organisation, die sehr effizient arbeitet. Sie ist Träger des DZI-Spendensiegels und geht sehr transparent mit Spendengeldern um. Das ist mir sehr wichtig, da ich nicht in die Fänge von Korruption, Unterschlagungen oder Misswirtschaft  gelangen will. Die vielen herausfordernden Einsätze und der vertrauensvolle Umgang mit Spenden machte LandsAid schließlich zu einer Organisation, der ich mein volles ehrenamtliches Engagement widme, in der ich seit 2012 als Vorstandsmitglied tätig bin und die Weiterentwicklungen mitgestalten darf.

Das macht mich sehr dankbar und zufrieden, auch weil viele Meppener LandsAid durch ihre Spenden großzügig unterstützen und ihr Vertrauen schenken. Das ist für mich eine große Verantwortung, die ich sehr ernst nehme. Und so wünsche ich LandsAid und auch mir, dass wir zukünftig immer zur rechten Zeit am entsprechenden Ort sein können, der unsere Hilfe benötigt.

Dass ich bei einer noch so jungen Organisation aktiv mitgestalten kann und das bereits seit 7 Jahren, sehe ich als ein Geschenk. Ich freue mich, das 10-jährige Jubiläum miterleben zu können.

Datenschutzinformation
Der datenschutzrechtliche Verantwortliche (CMD Studio GmbH, Deutschland) würde gerne mit folgenden Diensten Ihre personenbezogenen Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: