(eb) Am 1. April 2014 hat die Stadt Meppen Ludger Frese als Klimaschutzmanager eingestellt. „Seitdem konnte schon einiges bewegt werden.“, zieht Frese ein positives Resümee der vergangenen fünfzehn Monate.

Klimaschutz ist in aller Munde, doch: Was steckt im Einzelnen dahinter? Was ist möglich? Was kann jeder Einzelne von uns tun? „Einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten scheitert in den meisten Fällen nicht am Wollen, sondern bei der Frage nach dem ‚Wie?‘.“, sagt Ludger Frese, der seit über einem Jahr bei der Stadt Meppen als Klimaschutzmanager eingestellt ist. Der 56-jährige Meppener ist gelernter Hochbauingenieur und arbeitete zuletzt freiberuflich als Sachverständiger für Gebäudeenergieberatung. „Meine Aufgabe als Klimaschutzmanager besteht im Wesentlichen in der Konkretisierung und Umsetzung des vom Rat der Stadt Meppen im vergangenen Jahr beschlossenen Klimaschutzkonzeptes. Das Spektrum der darin vorgeschlagenen Energiesparmaßnahmen ist breit angelegt und erfasst alle Lebensbereiche in der Stadt.“, so Frese. Die Stelle wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert und ist befristet auf einen Zeitraum von drei Jahren angelegt.

„Besonderes Anliegen bei der Einstellung des Klimaschutzmanagers war es, den Bürgerinnen und Bürgern einen kompetenten Fachmann an die Seite stellen zu können, der mit einer neutralen und kostenlosen Beratung motiviert, aktiv zu werden.“, erklärt Bürgermeister Helmut Knurbein und ergänzt: „Selbstverständlich nehmen wir uns dabei aber auch selbst in die Pflicht.“, und weist damit auf die bereits erfolgreich gestarteten Klimaschutzprojekte der Stadt hin. So hat die Klimaschutzinitiative mit verstärkter Kraft seither weiter an Fahrt aufgenommen – und das im wahrsten Sinn des Wortes: Mit dem VW e-up! wurde im letzten Jahr ein klimafreundliches Dienstfahrzeug für die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Wahrnehmung von Außenterminen in und um Meppen angeschafft. „Das Fahrzeug wird gut angenommen. Die Kolleginnen und Kollegen haben sich schnell an die fast geräuschlose Fortbewegung gewöhnt.“, freut sich Frese. Als ideale Alternative für Kurzstrecken stehen zwei Pedelecs zur Verfügung.

Unter dem Motto „Mach mit – Werde Klima-Optimierer!“ startete die Stadt Meppen im Herbst 2014 ihre erste Klimaschutzinitiative und rief ihre Bürgerinnen und Bürger damit auf, sich aktiv am Klimaschutz zu beteiligen. Hauptaugenmerk lag dabei auf der energetischen Gebäudesanierung. Vor dem Hintergrund, dass rund zwei Drittel aller Wohngebäude unzureichend oder gar nicht gedämmt sind, sollten die Bürger motiviert werden, durch energetische Sanierungen ihrer Wohnhäuser den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Die thermografische Untersuchung des eigenen Wohnhauses war Bestandteil der zweiten Klimaschutzinitiative „Siehst du gerne Rot?“, die zu Jahresbeginn auf den Weg gebracht wurde. „Die meisten Hausbesitzer haben schon einmal eine thermografische Aufnahme eines Gebäudes gesehen, die Mängel an der Gebäudehülle zeigt. Die Mängel oder auch Wärmeverluste stechen als rote Bereiche auf der Thermografie hervor.“, erklärt Frese. Dann herrsche im wahrsten Sinne des Wortes „Alarmstufe Rot“ und akuter Handlungsbedarf. Alle interessierten Hausbesitzer waren herzlich dazu eingeladen, mit dem Klimaschutzmanager in Kontakt zu treten. Nach Aufnahme einiger Daten wurden diese dann an ein Gebäudeenergieberatungsbüro weitergeleitet, das sich für die Dauer der Kampagne bereiterklärt hatte, für ein geringeres als sonst übliches Honorar die Thermografien zu erstellen. Da Thermografien nur während der Heizperiode gemacht werden können, ergab sich eine zeitliche Begrenzung bis etwa Ende März. Eine Wiederholung in der nächsten Wintersaison ist aber geplant.

Nach der Gebäudesanierung und der Thermografieuntersuchung komplementierte ein Vortragsabend im Ratssaal zum Thema Dachbegrünung das „Rundum-klimageschützt-Paket“ für Hausbesitzer. Wolfgang Ansel, Geschäftsführer des Deutschen Dachgärtner Verbandes (DDV) e.V. informierte interessierte Bürgerinnen und Bürger am 16. Juni über dieses Thema. „Insbesondere für zukünftige Bauherren bot sich hier eine tolle Gelegenheit, sich über ‚grünes und gesundes Bauen‘ zu informieren.“, so Frese.

Und was verspricht die klimafreundliche Zukunft? „Weitere tolle, interessante und innovative Projekte.“, verspricht Frese. Jede bereits gestartete Klimaschutzinitiative sei aber auch ein fortlaufender Prozess und keinesfalls abschließend. Vielmehr seien sie Gedankenanstöße, die– so der Wunsch des Klimaschutzmanagers – „irgendwann in Fleisch und Blut übergehen und Klimaschutz nicht mehr ein Sammelbegriff für einen eher fremden Themenkomplex ist, sondern so automatisch funktioniert wie das Halten an einer roten Ampel.“

Der städtische Klimaschutzmanager Ludger Frese ist erreichbar unter der Tel. (05931) 153-163 oder per E-Mail: L.Frese@Meppen.de. Persönlich ist er anzutreffen im Bauamt, Kirchstraße 3, Zimmer Nr. 206 a (2. OG). Seine Sprechzeiten: montags bis mittwochs 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr und 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr, donnerstags 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr und 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr sowie freitags 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr.

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