DER MEPPENER stellt vor

(th) „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ – sicherlich ist Ihnen dieser Ausspruch bereits das ein oder andere Mal zu Ohren gekommen. Diese Weisheit füllt Sebastian Backhaus mit Leben. Neben seiner Tätigkeit bei der Backhaus Kinder- und Jugendhilfe ist der 36-jährige in Bokeloh Aufgewachsene als Fotograf in den Krisenregionen des Nahen Osten tätig. Die Aufnahmen auf diesen Seiten stammen ausnahmslos von ihm.

Nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums wollte er die Welt kennenlernen. Seine Reise führte ihn nach Ägypten und somit in die Wirren des Arabischen Frühlings. In der Post-Mubarak-Ära fand er Kontakt zu Menschen unterschiedlicher Lager. Zum einen waren es politische Aktivisten, zum anderen Islamisten. Auf diese Weise erhielt er Einblicke in beide Lager. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland erwarb er kurzerhand eine Fotokamera, machte sich wieder auf nach Ägypten und dokumentierte Unruhen, Demonstrationen und Straßenschlachten. Es kam zu ersten Verkäufen seiner Fotos – u.a. an die dpa.

Will man in Ägypten als Fotojournalist tätig sein, muss man zuvor eine Erlaubnis einholen. Es gibt dabei nur zwei Stadien: entweder man erhält eine schriftliche Erlaubnis oder es erfolgt keine Reaktion. „Ohne diese Erlaubnis ist es in Ägypten lebensgefährlich geworden, seine Kamera zu zücken,“ berichtet er im persönlichen Gespräch. Seine kritischen Fotos und Berichte in Magazinen wie dem VICE Magazin, dem Debatten-Magazin The European, dem englischsprachigen Magazin Middle East Eye und der dpa führten vermutlich dazu, dass ihm das ägyptische Innenministerium die Fotoerlaubnis seit Sommer 2014 verweigert. Durch einen jungen deutschen Islamisten aus Bielefeld, den Backhaus in Kairo kennenlernte, fand er kurzerhand ein neues Themenfeld für seine Dokumentationen: Die Auswirkungen des Terrors des sogenannten „Islamischen Staates“. Viele Reisen in den Irak, die Türkei und nach Syrien folgten. Der junge Islamist, dessen Radikalisierung  Backhaus durch viele Besuche in Bielefeld dokumentiert hatte, war eines Tages plötzlich verschwunden. Der Bielefelder meldete sich Wochen später auf dem Handy von Backhaus; nun als Kämpfer des „Islamischen Staates“ aus Syrien. Seit Monaten ist der Kontakt abgebrochen und es fehlt jede Spur von dem jungen Mann.

Neben dem Wunsch, die Wahrheit im Bild festzuhalten, motiviert ihn der künstlerische Anspruch an die Pressefotografie. In der Komposition seiner Bilder ist ihm immer wieder der individuelle  Ausdruck der einzelnen Leittragenden wichtig. Die Wahl auf den Nahen Osten liegt in seiner Begeisterung für die arabische Kultur und Sprache begründet.

Weitere Fotoarbeiten finden Sie im Internet unter der URL:
www.photo-backhaus.com

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