(th) Kunst ist allgegenwärtig. Sie ist Zeichen von Kreativität und Individualität. 1977 riefen ca. 50 engagierte Meppener Bürger den „Meppener Kunstkreis – Verein zur Förderung der bildenden Kunst e.V.“ ins Leben. Anfangs bezog die erste Vorsitzende, Elisabeth Mödden, zwei kleine Räume in der Hinterstraße. Dies war die erste Unterkunft des Vereins. Heute ist dieser Verein mit seinen ca. 250 Mitgliedern aus dem kulturellen Leben im Emsland nicht mehr wegzudenken.

Im Jahre 1980 erwarb die Stadt das Areal des ehemaligen Wasserbauinspektors im Hasebrink. Dieser königlich-hannoversche Beamte verwaltete dort den in den Jahren von 1827 bis 1835 entstandenen Hanneken-Kanal, den Vorläufer des Dortmund-Ems-Kanals. Eine Schleuse mit zwei Schleusenkammern, die Koppelschleuse, gab dem Areal seinen Namen. In einer großzügigen Geste bot die Stadt Meppen 1981 dem Kunstkreis dieses Gebäude als Domizil an. Unter Einsatz von Mitteln aus dem Infrastrukturprogramm sowie weiteren Mitteln von Stadt und Landkreis mauserte sich das „Entlein“ unter dem Einsatz vieler Stunden Eigenleistungen der engagierten Mitglieder zum „Schwan“. Heute finden hier Ausstellungen statt, Arbeitsgruppen nutzen die verschiedenen Räume und die Kurse der Kunstschule werden hier durchgeführt.

Der Bürger soll in verschiedenen Schritten an die Kunst herangeführt werden – lautet das didaktische Konzept des Vereins. Weiter ist die Ausrichtung von Ausstellungen eine der Kernaufgaben des Vereins. Neben den zweijährig stattfindenden Mitgliederausstellungen waren bis zum heutigen Tag ca. 100 Ausstellungen zu sehen. Unter den Namen der ausgestellten Künstler sind z.B.  Miro, Chagall, Horst Janssen und die Brücke-Künstler zu finden. Auch wurden Künstler  aus den Niederlanden, aus Russland, Polen , der Tschechei, aus Belgien und England gezeigt. Jungen Künstlern wurde und wird auch in Zukunft die Möglichkeit zur Ausstellung geboten.

Kunst zu schaffen ist besonders wichtig für den Kunstkreis. Unter der ehrenamtlichen Leitung von Mitgliedern sind Gruppen für Bildhauerei, Keramik, Malerei und Fotografie zu finden. Etwa ein Viertel der Mitglieder ist auf dem schwierigen Gebiet der Kunst selbstständig tätig. 1988 rief Ines Büsing, damalige Vorsitzende, die Kunstschule für Kinder und Jugendliche ins Leben. Diese ist in mit Ablegern in Haselünne, Herzlake und Twist in den vergangenen Jahren besonders erstarkt. Der jetzige Leiter, Burkhard Sievers, und seine über 20 engagierten Kolleginnen arbeiten in verschiedenen regionalen und überregionalen Projekten mit. Schwerpunkt ist die Arbeit mit Vorschul- und Grundschulkindern. Aber auch für Jugendliche bietet das Programm regelmäßig künstlerische Angebote. Kontinuierliche Angebote wurden in Kooperation mit Ganztagsschulen und einer Behinderteneinrichtung geschlossen. Im Landesverband der Jugendkunstschulen in Niedersachsen genießt die Kunstschule des Meppener Kunstkreises einen guten Ruf. Burkhard Sievers ist übrigens Vorsitzender der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung in Hannover. Seit 1988 nimmt der Kunstkreis für den Landkreis die vertrauensvolle Aufgabe der Betreuung der Graphothek war.

Mit dem Bau des Jugend- und Kulturgästehauses am Helter Damm bekam  der Meppener Kunstkreis eine neue Aufgabe: Zusammen mit dem Landkreis Emsland, der Stadt Meppen, dem Deutschen Jugendherbergswerk und der Niederländischen Stichting van Gogh en Drenthe wirkt er geschäftsführend durch Burkhard Sievers bei der Gestaltung des Kunstprogramms im Netzwerk Koppelschleuse mit.

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