(sh) Am Abend des 6. Februar war es endlich soweit, der Moment, auf den die Junghandwerkerinnen und Junghandwerker dreieinhalb Jahre lang hingearbeitet hatten, war gekommen: In einem feierlichen Rahmen erhielten sie Ihre Gesellenbriefe und wurden freigesprochen.

Ein Raunen geht durch den Saal des Kossehofs, als die Musik der Kolpingkapelle Meppen verstummt und  Kreishandwerksmeister Andreas Nünemann die Bühne betritt, um die Freisprechungsfeier der Junghandwerkerinnen und Junghandwerker zu eröffnen. Dreieinhalb Jahre Ausbildung und Lernen liegen hinter den meisten der 127 Gesellinnen und Gesellen, die mit der Freisprechungsfeier den Höhepunkt ihrer Ausbildungszeit erleben.

So weit gekommen zu sein, verdanken die Handwerkerinnen und Handwerker ihrer Lernbereitschaft und Zielstrebigkeit, so Nünemann. „Sie gehören fortan zu den Fachkräften, die hier im Emsland in allen Gewerken dringend benötigt werden. Nach Ihrem Rat werden Entscheidungen getroffen und oft ist der Handwerker mit seinem Fachwissen der Retter in der Not.“ Als er die Fachkräfte zu ihrer Berufswahl und der bestandenen Prüfung beglückwünscht, applaudiert das Publikum.

Auch Helmut Knurbein, amtierender Bürgermeister von Meppen und seit dem 08.02.2015 genau 100 Tage im Amt, lässt es sich nicht nehmen, den Junghandwerkerinnen und Junghandwerkern persönlich zu gratulieren: „Sie haben eine wichtige Hürde mit Bravour gemeistert und sollten nun ihre Zukunft mit aller Sorgfalt planen und aufbauen, denn Sie haben das richtige Werkzeug an die Hand bekommen, um ihr Glück zu schmieden.“ Auch die Zusammenarbeit der Ausbilder, Ausbildungsbetriebe und Eltern spricht Knurbein lobend und dankend an: „Es hat sehr gut funktioniert! Das Handwerk ist dynamisch, flexibel und innovativ und bringt vorbildliche Leistung.“

Im Anschluss folgt die Freisprechung und die Begrüßung der jungen Fachkräfte im Gesellenstand des Handwerks. Die Junghandwerkerinnen und Junghandwerker werden dazu nach den Berufsgruppen getrennt zur Übergabe der Gesellenbriefe auf die Bühne gebeten. Michael Sur, Vorsitzender der Innung des Elektrohandwerks Meppen, vergibt Auszeichnungen an die 15 Jahrgangsbesten. Die Gesellenprüfung im Handwerk sei etwas Besonderes. Für die Prüfungsleistungen mit der Note „gut“ und besser erhalten die Gesellinnen und Gesellen außerdem jeweils ein Präsent und einen Bildungsgutschein.

Darunter auch Florian Kathmann aus Meppen: „Wenn die Arbeit im Betrieb Spaß macht, strengt man sich automatisch an.“ begründet der 20-Jährige seinen guten Abschluss.  Die Wirtschaftslage sei gut, es gebe viele neue Aufträge. Da Kathmann von seinem Betrieb (Schulte Bauschlosserei GmbH & Co. KG, Treppen- & Geländerbau) übernommen wird, strebt er als nächstes eine Weiterbildung zum Meister an.

Andreas Nünemann bringt es in seinem Schlusswort noch einmal auf den Punkt: Eine gute Ausbildung ist nur durch die gute Zusammenarbeit vieler Akteure möglich. Der Gesellenbrief dient dabei als Sprungbrett für weitere Entwicklungsmöglichkeiten.

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