(sg) Ein neues Jahr ist die Zeit guter Vorsätze. Man gelobt sich selbst, aber auch seinem Umfeld gegenüber Besserungen und schwört von schlechten Angewohnheiten ab. Dabei ist eine solche „Wunschpalette“ in privater wie in beruflicher Hinsicht stets ziemlich breit – man denkt an seine Gesundheit, seine Familie, die Chancen im Job und an weitere aus seiner Sicht wesentliche Lebenslagen…

Eine „Baustelle“ vergisst man in dieser „To-Do-Liste“ jedoch so gut wie immer anzupacken, nämlich seinen „Steuerkram“, wie die gesetzlichen Mitwirkungspflichten gegenüber der Finanzbehörde im Volksmund „liebevoll“ genannt werden. Da wir Steuerberater dabei helfen und zugleich als eine Art „Bindeglied“ zwischen den Steuerpflichtigen einerseits und dem Finanzamt andererseits fungieren, möchten wir nachfolgend an eben diese „Gedächtnislücke“ erinnern und Ihnen einige Denkanstöße gleich zu Beginn des noch ganz „frischen“ Jahres geben.

In der Ausgabe 09/2014 von DER MEPPENER veröffentlichten wir bereits eine umfassende Checkliste für Ihre Einkommensteuererklärung. Warten Sie jedoch nicht allzu lange damit, sie erstellen zu lassen. Denn je später die Veranlagung durchgeführt wird, umso finanziell verheerender könnten durchaus die Auswirkungen sein! Vor allem ist es der Fall bei Steuerpflichtigen, welche neben Arbeitnehmereinkünften noch andere Einkunftsarten jährlich erklären müssen. Denn außer der Nachzahlung für das vergangene Kalenderjahr könnten „im gleichen Atemzug“ die Steuervorauszahlungen für das aktuelle Jahr (auch gern rückwirkend) festgesetzt und verlangt werden. Doch das wäre noch nicht alles, denn es gibt da noch eine Institution, welche spätestens mit der Bekanntgabe des entsprechenden Steuerbescheides „wach“ wäre: Die Krankenkasse korrigiert nicht nur die künftigen Monatsbeiträge dezent „nach oben“, sondern rechnet den gesamten Zeitraum davor neu und bittet Sie ebenfalls zur Kasse.

Hinsichtlich der Erstellung von Jahresabschlüssen bietet sich das zeitliche Handeln an. Denn eine zeitnah erstellte Bilanz bzw. Gewinnermittlung für das vergangene Jahr bietet beispielsweise bei Finanzierungsgesprächen mit der Bank weitaus mehr Aussagekraft als eine vorläufige betriebswirtschaftliche Auswertung. Doch auch aus der Sicht eigener unternehmerischer Planungssicherheit ist es mehr als sinnvoll, sich ein rasches endgültiges Bild über den „Ist-Zustand“ zu machen. Denn, Hand aufs Herz, was will man bitte mit einem Jahresabschluss 2014 anfangen, welcher etwa erst Ende 2015 erstellt wird?! Diese -quasi- „Zahlen von vorgestern“ interessieren dann doch so keinen mehr richtig…

Zudem sollten Sie gleich zu Beginn des gerade eingeläuteten 365-Tage-Zyklus Ihren Steuerberater auf das eventuelle Optimieren der Wechselabläufe bei der Einreichung der laufenden Buchführung ansprechen. Denn bereits eine simple Änderung bei der Ordnung bzw. dem System innerhalb der berühmt-berüchtigten „Pendel-Ordner“ könnte eine beachtliche Zeitersparnis bei der Bearbeitung im Steuerbüro mit sich bringen. Die logische Folge davon wäre die Senkung der Steuerberaterkosten, sodass es sich Ihrerseits durchaus lohnt, auch diese „Hebel in Bewegung“ zu setzen.

Nun denn, wo jetzt doch hoffentlich an alles gedacht wurde, kann das neue Jahr voller Aufwind und Energie beginnen!

Denken Sie nach, denken Sie mit und lassen Sie sich gut beraten!

Datenschutzinformation
Der datenschutzrechtliche Verantwortliche (CMD Studio GmbH, Deutschland) würde gerne mit folgenden Diensten Ihre personenbezogenen Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl: